Allroundtalent Carla Bruni: Die „Chan­son- Göttin“ kann auch AC/DC

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Supermodel, Chanson-Star, First Lady Frankreichs – Carla Bruni hat schon so viel erreicht, dass es locker für mehrere Leben reichen würde. Für ihr aktuelles Album „French Touch“ hat die Ehefrau von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy in ihren Erinnerungen gekramt und ihre Lieblingssongs zu Chansons umgebastelt. Mit ihren jazzig-charmanten Coverversionen von AC/DC und Depeche Mode kommt sie nun in die Laeiszhalle.

„Es war eine etwas ungewöhnliche Auswahl“, räumt die 50-jährige italienischstämmige Französin im MOPO-Interview ein, „nicht vernunftgesteuert, sondern eher nach persönlichen Erinnerungen getroffen. Die meisten sind Songs, die ich gehört habe, als ich Teenager war, bevor ich anfing, eigene Lieder zu schreiben. Es sind Songs, die einfach Spaß machen.“

Die größte Überraschung ist ihre Chanson-Coverversion von AC/DCs Klassiker „Highway To Hell“. Die ehemalige Première Dame als Hardrock-Fan? Bruni lacht: „Ich habe das sehr oft wegen meines Sohnes gehört. Er ist 16 Jahre alt und ein Metal-Fan, und der Song kam immer sehr laut aus seinem Zimmer. Ich hatte sehr viel Spaß mit meinem Gitarristen und meinem Pianisten, daraus eine Art Jazz-Standard zu machen.“

Ein Experiment, das mit seinem entspannten Groove, E-Piano, Bläsern und Brunis rauchig-erotischer Stimme absolut geglückt ist – aber bei Sohnemann nicht so richtig ankommt. „Er sagte: ,Mami, ich liebe deine Musik, aber dabei schlafe ich ein'“, sagt die Songwriterin und lacht.

Ehemann Nicolas Sarkozy kann mit dem Album deutlich mehr anfangen. „Er mag romantische Lieder“, verrät Bruni. „Sein Lieblingssong ist der ABBA-Song ,The Winner Takes It All‘, aus irgendeinem Grund. Es ist ein sehr tragisches Stück, über gebrochene Herzen und zwei Menschen, die sich trennen.“

Eine Fortsetzung des „French Touch“-Albums soll es aber nicht geben. „Ich habe das einmal gemacht, weil es so viel Spaß gebracht hat“, stellt Bruni klar. „Aber ich wäre keine richtige Sängerin ohne das Songschreiben.“

Auf ein Wiedersehen mit Hamburg freut sie sich schon. „Ich habe dort mal im Sommer gearbeitet, als ich jung war“, erinnert sich das Ex-Model. „Es war das Paradies! Ich hoffe, ich habe Zeit, mir die Elbphilharmonie anzusehen.

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