Bryan Ferry in der Elbphilharmonie: Zeitreise unter’m Discokugel- Sternenhimmel

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Das war gut, richtig gut! Pop-Dandy Bryan Ferry (73) brachte am Donnerstag in der Elbphilharmonie den Glanz alter Zeiten zurück – und das sogar wortwörtlich: Unter zwei Discokugeln, die mit ihrem Funkeln ein ganzes Sternen-Universum in den Saal zauberten, begab er sich auf Zeitreise durch sein üppiges Repertoire.

Angefangen vom weniger bekannten Roxy-Music-Stück „In Every Dream Home A Heartache“, über das neu arrangierte „Boys And Girls“ inspiriert vom „Babylon Berlin“-Soundtrack, bis hin zu „If There Is Something“ von 1972, das Ferry in Verbindung brachte mit seinem ersten Trip nach Deutschland, dessen Kultur er lobte. „Slave To Love“, „Oh Yeah“, „Love Is A Drug“, „Avalon“ – kein Hit wurde ausgelassen.

Bryan Ferry fühlt sich in der Elbphilharmonie sichtlich wohl

Anders als bei seinem stimmlich missglückten Arenen-Auftritt bei der „Night Of The Proms“ im Dezember, fühlte er sich diesmal sichtlich wohl, zeigte Spielfreude, lachte und winkte immer wieder in die Menge. Ferrys zartschmelzendes Stimmtimbre war perfekt auf seine neunköpfige Band abgestimmt. Mal spielte er Mundharmonika, oft setzte er sich hinters Keyboard, nur mit dem Pfeifen beim John Lennon-Cover von „Jealous Guy“ lag er tonal daneben. Seinen Musikern bot er reichlich Platz für Soli, wiegte dazu geschmeidig seine Hüften, was besonders attraktiv neben seiner Saxofonistin aussah. Besser wird’s nicht!

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