Ein neues Schiff für den Hafen: Bald macht die „Peking“ in Hamburg fest!

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Das wird sicher ein beeindruckender Anblick sein: Im alten Sandtorhafen, zu Füßen der Elbphilharmonie und mitten in der HafenCity, wird nach MOPO-Informationen schon in einem Jahr der berühmte Flying-P-Liner „Peking“ festmachen. Hamburgs neues Museumsschiff wird damit zur Hauptattraktion des 831. Hafengeburtstags.

Ein offizieller Beschluss sei noch nicht gefasst, so erfuhr die MOPO aus gut unterrichteten Kreisen. Das soll aber noch Ende Mai erfolgen. Unklar ist, ob die „Peking“ beim Hafengeburtstag 2020 auch die Einlaufparade anführen wird. Dies wäre auf jeden Fall ein reizvoller Gedanke.

Schiff wird nur für kurze Zeit im Sandtorhafen geparkt

Nach MOPO-Informationen wird die „Peking“ aber nur für kurze Zeit im Sandtorhafen bleiben. „Das Schiff wird ja nicht fix und fertig sein, wenn es nach Hamburg kommt“, so ein Informant. „Der Innenausbau muss erst noch erfolgen, und das wird sicher nicht mitten in einem Wohngebiet passieren.“

Der Sandtorhafen ist Hamburgs erstes künstliches Hafenbecken, wurde 1866 eröffnet und verfügte damals schon über einen Gleisanschluss. Hier wurden die Handelsschiffe gelöscht und die Waren auf der Schiene weitertransportiert. Der Sandtorhafen gilt als Keimzelle des modernen Hamburger Hafens und dient heute der Stiftung Hamburg Maritim als Ausstellungsfläche für Traditionsschiffe.

1911 wurde die Peking bei „Blohm + Voss“ gebaut

Die „Peking“ wurde 1911 bei „Blohm + Voss“ gebaut, lag lange als Museumsschiff vor New York, kam 2017 zurück nach Deutschland und wird seither in der Peters Werft in Wewelsfleth saniert. 35 Millionen Euro wird das kosten, neun Millionen mehr als ursprünglich geplant.

Das Schiff ist einer der letzten Flying-P-Liner, die die Zeit überdauert haben: Die „Passat“ und die „Pommern“ sind heute ebenfalls Museumsschiffe – das eine liegt in Travemünde, das andere kann im finnischen Mariehamn bestaunt werden. Außerdem existiert noch die ehemalige „Padua“, die unter dem Namen „Kruzenshtern“ nach wie vor zur See fährt und regelmäßiger Gast des Hafengeburtstags ist. Alle anderen Schiffe dieser stolzen Klasse – es waren mal 65 – sind längst gestrandet, gesunken oder verschrottet.

Die „Peking“ ist dazu bestimmt, eines Tages Hauptattraktion des Deutschen Hafenmuseums zu sein, das in Hamburg entstehen wird – allerdings ist dessen Standort noch ungeklärt. Angeblich wird aber auch hierüber bald eine Entscheidung gefällt.

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