Elbtower: Hier entsteht Hamburgs neuer bester Ausblick

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Über Sinn oder Unsinn dieses Gebäudes lässt sich sicher trefflich streiten – über eins jedoch nicht: Von der Aussichtsplattform, die sich zusammen mit einem Restaurant in 200 Metern befinden wird, werden wir den besten Ausblick auf die Stadt genießen dürfen. Zum Vergleich: Die Aussichtsplattform der Petrikirche befindet sich in 123 Metern, die des Michels auf 106 Metern Höhe.

Immer konkreter werden die Pläne für den Wolkenkratzer „Elbtower“, der 2025/26 an den Elbbrücken fertiggestellt werden soll. Noch zwölf Meter höher als ursprünglich geplant wird das größte Hochhaus des Nordens werden: Statt 233 Meter reckt sich der lange Lulatsch demnächst sogar knapp 245 Meter in den Himmel.

Neben Büros sind ein Restaurant, ein Hotel, ein Spa sowie 560 Autostellplätze geplant. Weil der Lärmpegel hoch sein wird, sei der Turm jedoch „kein Ort zum Wohnen“, sagte HafenCity-Chef Jürgen Bruns-Berentelg.

Laut Oberbaudirektor Franz-Josef Höing soll der Turm „ein besonderer Eingangsort“ im Osten der Stadt sein. Dabei sei der Turm ein Puzzleteil, das sich „in die Stadtsilhouette einfügt und zum perfekten Pendant zur Elbphilharmonie“ werde.

Anders als die Elbphilharmonie wird der „Elbtower“ privat finanziert. Das Baurisiko bei dem rund eine Milliarde Euro teuren Turm soll laut Bruns-Berentelg allein beim Investor Signa Prime Selection AG liegen. „Sollte das Gebäude im Bau stecken bleiben, muss Hamburg keineswegs übernehmen.“

Hamburg-Kommentar: Hochhäuser für die Hamburger!

Wie viele Hochhäuser verträgt unsere Stadt? Noch viele, wenn sie denn nicht im Zentrum stehen und die Hamburger was von ihnen haben. Der Elbtower beschert uns eine Aussichtsplattform in 200 Metern Höhe – das ist doppelt so hoch wie die Elbphilharmonie. Und obwohl sich die Plaza der Elphi auf nur 37 Metern Höhe befindet, wird sie jeden Tag von Tausenden Besuchern gestürmt. Seien wir mal ehrlich: In Hamburg gibt es viele öde Ecken, die durch ein Hochhaus städtebaulich nur aufgewertet würden: Kieler Straße, Wandsbeker Chaussee, Buxtehuder Straße, Bramfelder Chaussee. Es dürfen eben nicht nur reine Bürotürme sein, ohne jeden Nutzen für die Bevölkerung.

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