Elphi-Highlights: MOPO-Reporter erinnern sich an die spektakulärsten Konzerte

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Natürlich haben auch die Kultur-Reporter der MOPO keinen Stammplatz im Konzerttempel – aber von Berufs wegen waren sie vermutlich häufiger dort als Otto Normalbesucher. Hier verraten sie, welche Events sie im ersten Elbphilharmonie-Jahr besonders beeindruckt haben.

Das feierliche Eröffnungskonzert 

11.1.2017: Da war er nun, der große Tag, dem ganz Hamburg nach jahrelangem Ärger schließlich doch entgegengefiebert hatte: Das neue Wahrzeichen der Stadt wurde feierlich eröffnet. Großer Promi-Aufmarsch mit Merkel und Gauck. Das Wichtigste aber – erstmals durfte der Große Saal zeigen, wie gut seine Highend-Akustik tatsächlich klingt: überragend!

Feinste Details waren hörbar. Die Töne von Solosänger Philippe Jaroussky schwebten glasklar durch den Raum. Und vor jedem Einsatz des Orchesters hörte ich Dirigent Thomas Hengelbrock Luft holen, bevor er den Taktstock schwang. Allerdings leider auch: das Rascheln eines Taschentuchs zehn Meter neben mir. Dieser Saal ist Weltklasse – und verzeiht nichts. Till Stoppenhagen

Einstürzende Neubauten: Krach!

21.1.2017: Krach kurz nach der Eröffnung! Das war natürlich toll, weil es für viele Nicht-Klassik-Fans das erste Mal war. Alles so neu und aufregend. Man wusste, dass man irgendwie für eine Art PR-Event eingespannt wird – und hat es trotzdem genossen. Heiko Kammerhoff

Orgel-Star Iveta Apkalna

27.1.2017: Nicht nur dass Iveta Apkalna, die Hausorganistin der Elbphilharmonie, eine Augenweide ist, für mich hat sich an dem Abend der Saal erstmals als Ohrenweide offenbart, sind seine Transparenz und die Wucht der Orgel eine wundervolle Ehe eingegangen, deren Klang-Kind uns Hörer aufs Intensivste umarmt hat. Christoph Forsthoff

Spaß mit La Fura dels Baus 

5.6.2017: Wofür die Elphi sonst bekannt ist – Musik auf hohem Niveau zu präsentieren – war hier offenbar zweitrangig: Die katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus ließ Ballons steigen, Sänger in die Luft gehen und bespielte so den ganzen Raum. Dagmar E. Fischer

Gregory Porter weint

30.11.2017: Der große Jazz-Sänger im Großen Saal – diesmal nicht nur von seinem Trio begleitet, sondern auch von einem Orchester, der Neuen Philharmonie Frankfurt. Das versprach große Gefühle. Und tatsächlich: meine ersten Tränen in der Elphi. Und dann fing auch noch Porter an zu weinen. „I Wonder Who My Daddy Is“ war schuld, am Ende des Songs versagte ihm erst die Stimme, dann kamen auch bei ihm die Tränen.
Katja Schwemmers