Elphi-Rausch: Jetzt wird das Millionengrab zur Goldgrube

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Abertausende Medienberichte in Deutschland und der ganzen Welt, üppig steigende Übernachtungszahlen, Millionen Besucher: Bereits ein Jahr nach ihrer Eröffnung am 11.1.2017 beginnt die Elphi, ihre gigantischen Baukosten von 789 Millionen Euro zurückzuzahlen. Das geht aus einer Anfrage der CDU an den Senat hervor.

Bis zum 4. November 2017 haben gut 4,2 Millionen Menschen die Plaza der Elphi besucht, 660000 davon mit einem Konzertticket und 62000 im Rahmen einer Konzerthausführung. Mehr als die Hälfte der Plaza-Tickets wurden gratis vor Ort erworben. Der Rest brachte Einnahmen von gut 1,5 Millionen Euro. 850000 Konzerttickets wurden verkauft.

Aus der Senatsantwort geht auch hervor, wie sehr die Elphi die Blicke der Welt auf Hamburg gelenkt hat: 50000 Berichte alleine in Deutschland zählt die Medienanalyse, dazu 10000 Artikel und Sendungen weltweit mit „einer Reichweite bis zu 19,2 Milliarden Kontakten“. Millionen Menschen haben also jeweils zahlreiche Elphi-Berichte gelesen.

Die Übernachtungszahlen sind gestiegen, teilweise zweistellig. Im Rekordmonat August 2017 wurden 1,36 Millionen Übernachtungen gezählt, fünf Prozent mehr als im August 2016. Im April 2017 lag die Steigerung zum Vorjahr gar bei 13,4 Prozent. Der durchschnittliche Übernachtungsgast bleibt zwei Nächte und gibt 210 Euro am Tag aus. „Für die Jahre 2018 und 2019 wird ein konservatives Übernachtungswachstum aus dem Ausland von jeweils fünf  Prozent erwartet“, schreibt der Senat.

André Trepoll, Vorsitzender der CDU-Fraktion, lobt die Elphi, deren Bau unter dem damaligen CDU-Bürgermeister Ole von Beust  beschlossen wurde. Allerdings für ursprünglich 77 Millionen Euro.

Trepoll: „Nach nur einem Jahr kann man messen, dass die Elphi auch volkswirtschaftlich eine richtige Entscheidung der CDU für Hamburg war. Sie wird jeden Cent, den sie gekostet hat, zurückverdienen!“