Elphi sei Dank!: Täglich 584 Touristen mehr in Hamburg

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Hamburg steht im Scheinwerferlicht der Welt, und das hat die Stadt der Elbphilharmonie zu verdanken. So sieht es Michael Otremba, Geschäftsführer von Hamburg Tourismus. Denn er kann schon wieder einen neuen Tourismus-Rekord vermelden: Im Jahr der Elphi-Eröffnung kamen 3,7 Prozent mehr Gäste in die Stadt. Die Bilder von brennenden Autos und Wasserwerfern zum G20-Gipfel im Juli hingegen sorgten allen Befürchtungen zum Trotz nur wenige Wochen lang für einen deutlichen Rückgang der Besucherzahlen.

Hoteliers jubeln, allein  die Zahl der Übernachtungen  stieg um 491.000. Insgesamt kamen 6,8 Millionen Besucher, die auch in der Stadt übernachteten – vor zehn Jahren lag die Zahl  bei vier Millionen. Die meisten von ihnen blieben zwei Nächte. Damit waren täglich 584 Gäste mehr in der Stadt als 2016.

Hinzu kamen im vergangenen Jahr noch 86,2 Millionen Tages-Touristen. Laut Hamburg Tourismus steigt die Zahl der Besucher damit seit 17 Jahren in Folge.  Insbesondere das weltweite Medienecho zur Elphi-Eröffnung habe für viele Gäste aus dem In- und Ausland gesorgt.  Mittlerweile kommt sogar jeder vierte Übernachtungsgast aus dem Ausland.

Die meisten Besucher reisen noch immer aus Dänemark an.  Deutlich zugelegt hat das Interesse von Gästen aus der  Schweiz (7,6 Prozent Zuwachs),  Großbritannien (13,2 Prozent) und den USA (14 Prozent).

Der Übernachtungs-Boom macht sich auch bei den Hotelpreisen bemerkbar. Sie stiegen um 6,8 Prozent auf durchschnittlich 117,79 Euro pro Zimmer. Auch die Auslastung der Hotels ist gut und liegt mittlerweile bei 80 Prozent. In Berlin und München ist sie etwas schlechter, liegt bei 76 Prozent.

Der von der Tourismus-Wirtschaft befürchtete Image-Schaden durch die weltweit ausgestrahlten Bilder vom G20-Gipfel Anfang Juli 2017 ist ausgeblieben – abschrecken ließen sich die Touristen  nur  kurz. So kamen vor dem Gipfel im Juni fast zehn Prozent mehr Touristen in die Stadt als im Juni des Vorjahres. Aber im Juli war Schluss. Da kamen plötzlich sechs Prozent weniger Gäste als im Vorjahresmonat.

Im August erholten sich die Zahlen. Im September lag der Zuwachs schon wieder bei acht Prozent.