Endlich angekommen! : Video: Residenzorchester hat die „Elphi“ bezogen

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Ein akustisches Wunder haben die Sound-Designer hier vollbracht“, Achim Dobschall, Manager des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters, kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Am Sonntag bezog das Residenzorchester das Konzerthaus in der HafenCity. Sein neues „Zuhause“.

„Wir haben die Musiker fast zehn Jahre auf diesen Tag vorbereitet“, sagt der 58-Jährige und lässt mit einem Augenzwinkern anklingen, dass manch einer wohl gar nicht mehr damit gerechnet habe, dass man tatsächlich eines Tages in die Elbphilharmonie einziehen würde.

Bisher spielte das Orchester in der Laeiszhalle, probte aber im Rolf-Liebermann-Studio des NDR in Harvestehude. Ständiges Hin- und Herpendeln und aufwendiger Transport der Instrumente („Drei Lkw-Ladungen“) waren nicht einmal das Hauptproblem. „Das sind zwei Gebäude mit wirklich sehr unterschiedlicher Akustik“, erklärt Dobschall mit leidvoll verzogener Miene.

Was den Musikern wichtig ist, bringt die  Kontrabassistin Katharina Bunners auf den Punkt: „Hier haben wir endlich eigene Schränke für die Instrumente. Jetzt fühlen wir uns angekommen.“

Diese Schränke befinden sich im großzügigen Backstagebereich der Elbphilharmonie: Helles Holz, weiße Wände, weiße Möbel – alles freundlich und modern. Neun „Stimmzimmer“ für die verschiedenen Musikergruppen – etwa Bratschisten, Schlagwerke, Oboen  – sowie viele Proberäume stehen dem Elbphilharmonie-Orchester zur Verfügung. Außerdem ein topmodernes Tonstudio, aus dem Konzerte direkt live gestreamt werden können, und ein  großer Lagerraum.

Die Musiker werden nahezu täglich in der Elbphilharmonie proben – und fast ebenso oft auftreten. „Im ersten Halbjahr spielen wir rund 70 Konzerte“, so Achim Dobschall.  Er wirkt sichtlich berührt: „Das ist das erste Mal, dass wir im selben Raum proben können, in dem wir auch auftreten.  Wir können jetzt eine klangliche Identität aufbauen.“ Er fügt hinzu: „Wir haben heute schon einmal hier geübt und ich kann sagen, dass in Sachen Akustik nicht zu viel versprochen wurde.“

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