Endstation mit Aussicht: Neue U4-Station Elbbrücken feiert Eröffnung

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Flussabwärts ist die Elbphilharmonie zu sehen, davor ein Universitätsgebäude, Glaspaläste und Wohnblocks der Hamburger Hafencity, teilweise noch im Bau. Elbaufwärts, hinter den Elbbrücken, lockt das Grün der Halbinsel Entenwerder. Gegenüber, bei einem Sprung über die Elbe, wäre die Veddel zu erreichen. Diese Blicke eröffnen sich U-Bahn-Gästen, wenn sie an der neuen Station „Elbbrücken“ der Linie U4 aussteigen. Eine Aussichtsplattform ermöglicht die Rundum-Sicht, viel mehr geht nicht. 

Denn tatsächlich endet hier die U4 – im Sackbahnhof. Eine 65 Meter lange gläserne Fußgängerbrücke, „Skywalk“ genannt, führt noch ins Nichts und ist gesperrt. Sie soll eigentlich die U-Bahn-Station mit der S-Bahnstation (Linien S3/S31) verbinden. Wider Erwarten wird sie aber erst im nächsten Jahr zum Umsteigen für die An- und Abreisenden fertig, wie der Betreiber Deutsche Bahn im Sommer ankündigte. Und das angrenzende Wohnquartier Baakenhafen wird gerade erst hochgezogen. 

Die Hochbahn erwartet, dass künftig bis zu 18 000 Fahrgäste täglich den Umsteigeknoten am östlichen Rand der Hafencity nutzen werden. Von dort aus sollen mindestens 14 000 Arbeitsplätze und 2400 neue Wohnungen zu Fuß erreichbar sein. Veranschlagt waren für den U4-Weiterbau rund 178 Millionen Euro, die Endsumme soll nach Hochbahn-Angaben bei 145 Millionen Euro liegen. 

Der „Elbbrücken“-Halt dürfte zunächst vor allem Schaulustige und Touristen anlocken. Von Freitag bis Sonntag veranstaltet die Hochbahn eine abendliche Lichtshow zwischen 17.00 und 21.00 Uhr, die Fahrt ab Jungfernstieg ist an den drei Tagen gratis. Der spektakuläre Neubau wurde von dem renommierten Hamburger Architektenbüro Gerkan, Marg und Partner entworfen. Die geschwungene Dachkonstruktion ist 136 Meter lang, 32 breit und knapp 16 Meter hoch. Die sich kreuzenden bogenförmigen Stahlrahmen halten 1200 Glasscheiben mit einem Gewicht von zusammen rund 300 Tonnen. 

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