Fazit nach Antrittsbesuch: Bundespräsident Steinmeier ist begeistert von Hamburg

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Der Antrittsbesuch in Hamburg des neuen Staatsoberhauptes war trotz klassisch-hanseatischem Schmuddelwetter ein voller Erfolg. Frank-Walter Steinmeier (62) und seine Frau Elke Büdenbender (56) hielten sich auch am Dienstag mit Vergnügen noch den ganzen Tag in der Hansestadt auf – und zogen ein positives Fazit.

Erst besuchten sie die Obdachloseneinrichtung „Herz As“ und im Anschluss  zwei Schulen, ehe sie nach einem Abstecher in den Hafen an einer Einbürgerungsfeier im Rathaus teilnehmen wollten.

Das zweitägige Programm unter anderem mit Elbphilharmonie, Hafen und Treffen mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen habe die ganze Vielfalt der Hansestadt gezeigt, sagte Steinmeier. „Von ‚Herz As‘ bis zur Elbphilharmonie: Alles das gehört da hinein.“

Beeindruckt zeigte er sich auch von dem Treffen am Montagabend mit Opfern der Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel Anfang Juli. „Ich habe mich darüber gefreut, dass die Allermeisten doch signalisiert haben, dass sie einigermaßen – sei es durch Versicherungen, sei es durch öffentliche Leistungen hier in der Stadt Hamburg – zufriedengestellt worden sind.“

Anschließend besuchte er in der „grandiosen Elbphilharmonie“ noch ein Klassik-Konzert: „Fantastisch wäre untertrieben“, so der Bundespräsident.

Bei einem gemeinsamen Frühstück im „Herz As“ hörte sich Steinmeier am Dienstag unter anderem die Geschichte von Andy Laas an, der trotz abgeschlossener Kochausbildung keinen Job findet. Zum Abschluss wurde dem Bundespräsidenten ein Papier mit Vorschlägen zur Verbesserung der Situation von Obdachlosen überreicht.  Danach ging es für ihn und Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) weiter zur „Hacker School“, eine Informatik-Schule, die Schüler für Informationstechnik begeistern will.

Weitere ernste Themen kamen dann im Lise-Meitner-Gymnasium zur Sprache. Dort unterhielt sich Steinmeier mit Schülern über aktuelle politische Themen wie die Zuwanderung und die Frage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland eingeführt werden solle.

Bei einer anschließenden Fragerunde wurde er noch gefragt, wo er sich in 15 Jahren sehe. Die Antwort: „Im Ruhestand.“