Fegebank im Kreuzverhör: „Woran merkt man eigentlich, dass die Grünen mitregieren?“

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Wie nachhaltig ist Hamburg wirklich? Diese und andere Umweltfragen wurden beim 34. „N Klub“ diskutiert. Dort treffen sich regelmäßig Akteure aus der Nachhaltigkeits-Bewegung zum Austausch. Ort des Geschehens war diesmal die St. Pauli-Kirche am Pinnasberg: Umweltschutz und soziales Engagement zwischen Altar und Orgel.

„Katharina, woran soll man eigentlich merken, dass die Grünen mit in der Regierung sind?“ „N Klub“-Initiator Lars Meier duzt die Zweite Bürgemeisterin, weil sie sich schon länger kennen. Und fragt Katharina Fegebank, was wohl viele der 120 Gäste denken.

Denn beim „N Klub“, bei dem die MOPO Medienpartner ist, trifft sich die Bewegung, aus der die Grünen ursprünglich auch mal kamen, nur der Begriff hat sich geändert. Statt Umweltschutz heißt es heute Nachhaltigkeit.

Aber die Fragen, die verhandelt werden, gehen damals wie heute alle an: Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um? Wie verhindern wir den Klimawandel? Wie kann soziale Stadtplanung aussehen?

Fegebank hat ein paar Antworten parat: „Ich hatte schon das Gefühl, dass wir starke Akzente setzen konnten.“ Als Beispiele nennt sie die Stichworte Fahrradstadt, das Engagement für Luftreinheit und Lärm. Weitere politische Highlights des Jahres waren für sie die Eröffnung der Elbphilharmonie und die Einführung der Homo-Ehe. Auch G20 wurde natürlich thematisiert, die Wissenschaftssenatorin wirkt auch heute noch bewegt von den gewalttätigen Ereignissen, die rund um das Treffen stattfanden.

Aber in der St. Pauli-Kirche, zwischen Altar und „Refugees Welcome“-Schal, geht es nicht nur um die große Politik – sondern auch um die kleinen Initiativen. Sie haben beim „N Klub“ Gelegenheit, ihr Projekt vorzustellen.

Diesmal dabei: „Aid for Artists in Exile“, die Künstlern helfen, die in ihrem Land verfolgt wurden und geflüchtet sind. Außerdem Hamburgs erstes „Zero Waste“-Café: „In guter Gesellschaft“, Sternstraße 25 (St. Pauli). Die Macherinnen versuchen, möglichst keinen Müll zu produzieren.

Und die letzte Initiative, die sich vorstellte, setzt sich für ein kohlefreies Hamburg bis 2025 ein. Ein Vorstoß, der auch für Fegebanks Grüne noch Koalitions-Thema werden könnte.