Funny van Dannen: Geniales Geschrammel im Klassik-Tempel

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„Ich weiß nicht, ob hier schon mal jemand Mundharmonika gespielt hat“, überlegt Funny van Dannen laut, während er auf der Bühne der Elbphilharmonie mit dem Halter für das Instrument herumhantiert, „und nun ausgerechnet ich…“

Mit dem letzten Halbsatz sorgt der Liedermacher nicht nur für Lacher, sondern bringt den besonderen Reiz dieses Konzertes am Sonntag auf den Punkt: Einerseits der auf perfekte Akustik hin optimierte Saal.

Andererseits der hemdsärmelig schrammelnde 60-Jährige, der weder als Gitarrist noch stimmlich für virtuoses Können steht, aber die absurde Komik des Alltags mit feinem Humor in geniale Texte packt. Und dafür sind die 1700 Besucher gekommen: Für Lieder wie „Posex und Poesie“, „Herzscheiße“ oder „Eurhythmieschuhe“ wird van Dannen zwei Stunden lang begeistert gefeiert. 

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