Größer, höher, besser:: Hamburg gibt in Sachen Stadtentwicklung Vollgas

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Ein neues Wahrzeichen für Hamburg: Der geplante Elbtower wird das große Abschlussprojekt der HafenCity. (Bild: picture alliance/dpa)

Was Stadtentwicklung angeht, ist Hamburg ganz vorne mit dabei – HafenCity und Elbphilharmonie sind nur einige Beispiele. Doch die Stadt hat für ihre Zukunft noch größere Pläne: ein Wolkenkratzer an der Elbe, ein brandneuer Elite-Campus „Oxford“ am Volkspark und der Ausbau des U-Bahn-Netzes sind nur einige der geplanten Maßnahmen.

Um seinen Titel als „energetische Stadt in Sachen Stadtentwicklung“ zu verteidigen, gibt Hamburg alles: Nicht nur hat die Hansestadt mit der HafenCity seit 2001 einen komplett neuen Stadtteil aufgezogen, sondern mit der Elbphilharmonie ein einzigartiges Wahrzeichen geschaffen.

In Hamburg entstehen komplett neue Stadtteile

Neben der HafenCity entstehen auch mit der Neuen Mitte Altona oder auf dem Kleinen Grasbrook im Hafengebiet auf dem früheren Beiersdorf-Gelände in Eimsbüttel oder in Oberbillwerder bei Bergedorf neue Quartiere.

Laut Franz-Josef Höing, seit 2017 Oberbauleiter Hamburgs, ging es der Stadt nie bloß darum, funktional zu sein. Wie die „Zeit“ berichtete, hatte sie auch immer den Anspruch, schön sein.

Hamburg: Elbtower wird zweithöchstes Gebäude

Schön und vor allem eindrucksvoll soll zum Beispiel der neue Elbtower sein, der Mitte 2025 mit knapp 245 Metern zwischen den Elbbrücken in den Himmel ragen wird – das große Abschlussprojekt der HafenCity, Europas größtem innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekt.

Die Architektur des Wolkenkratzers soll sich laut der Stadt nahtlos in die berühmte Skyline einfügen.

Hamburgs Elbtower ist ein Mega-Projekt

Dafür sorgt unter anderem der gestufte Fuß des Tower, der Richtung Innenstadt zeigt. Neben Einzelhandel, Gastronomie und einem Hotel beherbergt der Tower planmäßig Co-Working-Spaces, Fitness- und Wellnessbereiche, ein „Kinderland“ sowie Büroflächen.

Der Elbtower wird das zweitgrößte Gebäude Hamburgs – ein Mega-Projekt.

Forschung: Klein Oxford in Hamburg

Auch in Sachen Forschung ist Hamburg baufreudig: Im Stadtteil Bahrenfeld in der Nähe zum Volkspark soll neben dem Forschungszentrum „DESY“ ein Wissenschaftszentrum entstehen – sozusagen ein kleines „Oxford“ für Hamburg.

Dann wäre da noch der von den Ottos geplante Bildungscampus „Life Hamburg“ in Bramfeld, der generationenübergreifendes Lernen verwirklicht.

Hamburg: Nahverkehr ständig im Umbau

Bei den ganzen Projekten muss natürlich auch der Nahverkehr mithalten: Da wären zum Beispiel der Ausbau der U4 Richtung Süden und Osten oder der komplett neue Bau der U5 ab 2021.

Die Idee des Senats von 2011, Hamburgs Bussystem zu einem der modernsten in Europa zu machen, ist ebenfalls in vollem Gange. 

Hamburg besteht aus mehr als nur der Innenstadt

Bei all dem Bauwahnsinn muss Hamburg aber aufpassen, dass es nicht „sein Gesicht verliert", wie der Oberbaudirektor Höing im Gespräch mit der „Zeit" die Sorge in der Stadt einschätzt. Verändert sich Hamburg zu sehr? Was kann Hamburg tun, damit nicht nur die Innenstadt, sondern auch Randgebiete wie Wilhelmsbrook, Veddel, Billbrook oder Rothenburgsort belebt werden? Bei all dem Bauvorhaben muss Hamburg im Hinterkopf behalten, dass die Stadt mehr als nur aus der Innenstadt besteht.

(lmr)

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