Hamburg feiert beim Radiopreis : Ein Moment bleibt allen in Erinnerung

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Frech-witzig führte Barbara Schöneberger durch das bunte Programm des Deutschen Radiopreises. (Bild: picture alliance/dpa)

Plötzlich steht ein Mann auf und singt – und mehr als 60 weitere tun es ihm gleich. Es war einmaliger Moment in der Geschichte des Deutschen Radiopreises: Der Chor „Die Hamburger Goldkehlchen“ sorgte in der Elbphilharmonie am Mittwochabend mit einem Sing-Flashmob für eine Mega-Überraschung.

„Ich singe nicht besonders gut, aber sehr gerne. Soll ich einfach mal einen raushauen?“ Mit diesen Worten an Moderatorin Barbara Schöneberger startete ein Goldkehlchen-Sänger den überraschendsten Moment des Abends.

Schnell noch vom Jackett befreit, dann schmetterte er „Uptown girl“ in den Saal. Weitere Männer sprangen auf und stiegen mit der nächsten Zeile ein: „She’s been living in an uptown world.“

Plötzlich standen immer mehr gleich gekleidete Männer auf, verteilt in der ganzen Elbphilharmonie. Gesangs-Coup der „Hamburger Goldkehlchen“!

Der 70-köpfige Hamburger Männerchor schmettert seine Lieder auf ganz besondere Art: Sie geben zu, dass sie nicht die musikalischsten sind – aber jede Menge Spaß bereiten. Die Devise lautet: „Ein Chor – keiner kann singen. Ihr werdet es lieben!“ Am Ende gab es tosenden Applaus, sogar von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der als Ehrengast geladen war.

Standing Ovations für Herbert Grönemeyer

Neben diesem Gänsehaut-Moment gab es beim Radiopreis viele weitere unterhaltsame Augenblicke in der Elbphilharmonie: Beispielsweise den Auftritt von Udo Lindenberg, der vor den 1400 geladenen Gästen seine neue Single „Niemals dran gezweifelt“ zum Auftakt spielte. Herbert Grönemeyer bekam für seinen Song „Fall der Fälle“ mit der Botschaft „Keinen Millimeter nach rechts“ Standing Ovations.

Deutscher Radiopreis: Die Gewinner des Abends

Insgesamt wurden Preise in zwölf verschiedenen Kategorien verliehen. Zu den Gewinnern des Abends zählen unter anderen Dirk Haberkorn und Boris Meinzer von Hit Radio FFH, die für „Achtung Alexa“ den Preis für die „Beste Comedy“ erhielten. Die Auszeichnung für die „Beste Reportage“ ging an Holger Senzel von NDR Info für „Unter Schlamm begraben – Spurensuche in Petobo“. 

Als beste Moderatorin wurde Carmen Schmalfeldt von Radio Leverkusen gewürdigt, als bester Moderator Steffen Lukas von Radio PSR. Erstmalig wurde auch die Kategorie „Der beste Podcast“ gekürt. Gewinner ist der Podcast „Geheimakte Peggy“ bei Antenne Bayern von Christoph Lemmer und Ralf Zinnow. Ausgewählt wurden die Preisträger von einer unabhängigen Jury des Grimme-Instituts. (lmr/dpa)

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