Hamburgs coolster Pool: So kommen Sie hier rein!

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Stellen Sie sich vor, Sie planschen in 28 Grad heißem Wasser, haben einen coolen Drink in der Hand und genießen einen sensationellen Blick über die Außenalster. Unmöglich? Seit Montag nicht mehr. Ab sofort steht der 20 Meter lange Außenpool auf dem Dach des neuen Luxushotels „The Fontenay“ in Rotherbaum den Hamburgern zur Verfügung.

Bei schönstem Sonnenschein hatte Klaus-Michael Kühne (80) am Montag in sein neues Hotel eingeladen. Stolz sagte der in Hamburg geborene Wahl-Schweizer: „Ich wollte einen Beitrag für Hamburgs Schönheit und das Wohlempfinden der Hamburger leisten.“

Aber was bringt das Haus den Hanseaten? Wie schon gesagt – ein einmaliges Badegefühl. Das allerdings seinen Preis hat. Wer nämlich hier relaxen will und kein Hotelgast ist, der muss ein „Treatment“ im „Fontenay-Spa“ für 150 Euro buchen. Dann kann er aber auch die Stunden von 6.30 bis 22 Uhr hier verbringen. Dieser Gesundheitstempel misst 1000 Quadratmeter.

Angeboten werden ein „Alster-Ritual“ – eine Behandlung mit Birkenölen und Extrakten. Oder lieber ein Peeling? Im Spa gibt es eines mit „Salz-Edelstein-Puder“. Wer nicht so auf Spa steht, kann sich auch ins 27 Meter hohe Atrium-Foyer setzen, einen Cappuccino (5 Euro) trinken und die spektakuläre Innenarchitektur genießen.

Im Erdgeschoss ist das Restaurant „Parkview“. Der New York Cheesecake kostet hier neun und das „Fontenay-Fischbrötchen“ elf Euro. Oder darf es etwas teurer sein? Den Business Lunch gibt es ab 27 Euro und im Luxus-Restaurant „Lakeside“ in der 7. Etage wird das Fünf-Gänge-Menü für 132 Euro serviert.

Mit 355 Euro die Nacht im Standardzimmer (43 Quadratmeter) ist das „The Fontenay“ das teuerste Hotel Hamburgs. Im „Vier Jahreszeiten“ logiert man mit etwas Glück schon für deutlich weniger.

Im Video: So sieht das „The Fontenay“ von innen aus 

Auch die Suiten-Preise haben es in sich: Die 180 Quadratmeter große „Alstersuite“ kostet 7000 Euro die Nacht. „Ein Schnapper – verglichen mit Preisen in Genf“, so Hotel-Sales-Manager Quinten T. Slama (33) am Montag.

Kein „Schnapper“ war das Hotel insgesamt für Herrn Kühne. Er hatte eigentlich mit 100 Millionen Euro Kosten gerechnet. Bei der Eröffnung sagte Kühne: „Ich möchte die Investitionssumme nicht bekannt geben, aber es sind beträchtliche Beträge, die jetzt aber verkraftet sind.“ Nach MOPO-Informationen sind es mehr als 150 Millionen Euro geworden.

Eigentlich sollte „The Fontenay“ schon 2016 eröffnet werden. Kühne erklärte, vieles sei „aus dem Ruder gelaufen“. Er nannte sein Hotel wegen der Probleme spöttisch: „Meine kleine Elbphilharmonie.“ Aber nun seien Wut und Ärger vergessen.

Auf Mallorca hat Kühne bereits ein Hotel-Projekt realisiert. Und ist ein drittes Hotel geplant? Bevor er antworten konnte, sagte seine Frau Christine entschieden: „Nein!“ Klaus-Michael Kühne dann als Schlusswort: „Sie haben gehört, was meine Prinzipalin gesagt hat.“

MOPO-Kommentar: Neues Hotel? Gut für Hamburg!

„Vier Jahreszeiten“ gefolgt von „Louis C. Jacob“ und dem abgeschlagenen „Atlantic“ – das war jahrzehntelang das Hamburger Hotel-Ranking. Klaus-Michael Kühne hat diese Rangfolge jetzt mit dem „The Fontenay“ aufgemischt. Gut so, das kann Hamburg als Touristenmagnet nur dienlich sein.

Seine Ankündigung, Hamburgs, ja Deutschlands bestes Hotel zu bauen, hat Kühne am Montag relativiert. Einen Seitenhieb auf die Konkurrenz konnte er sich allerdings nicht verkneifen. Die anderen Luxushotels seien ja schon „etwas älter“, aber „die Leute wollen es heute modern“.

Mal schauen, wie die Gäste das sehen.

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