Insider-Tipps auch für alte Hasen: Entdecken Sie Hamburg neu!

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Michel, Elphi, Fischmarkt – Hamburg hat nicht nur für Touris jede Menge zu bieten. Wie, kennen Sie schon? Gar kein Problem. Denn neben den traditionellen Highlights, gibt es in der Hansestadt regelmäßig neue und spannende Attraktionen zu erkunden. Die MOPO hat sich in der Stadt umgesehen und ein paar Ausgeh-Tipps zusammengestellt, die selbst einige alteingesessene Hamburger noch nicht auf dem Schirm haben dürften:

Panik mit Udo

Udo Lindenberg, der selbst ernannte Panikrocker, gehört einfach zu Hamburg. Das Nobelhotel „Atlantic“ an der Alster hat der 73-Jährige seit Jahren zu seinem Lebensmittelpunkt gemacht. Kein Wunder also, dass man ihm und seinem Leben wenige Kilometer entfernt auf der „geilen Meile“ Reeperbahn eine ganze Ausstellung gewidmet hat.

In einer 90-minütigen Tour werden die Besucher über eine Fläche von 700 Quadratmetern geführt. „Spektakuläre 360°-Audio- und Videoinstallationen, einmalige Kunstobjekte, raumhohe Panoramawände sowie innovative VR (Virtual Reality) und Augmented Reality bieten einen interaktiven Trip durch Udos Lebensstationen“, verspricht der Veranstalter.

– Spielbudenplatz 21-22, Mo-Do 10 bis 21.30 Uhr (Fr/Sa bis 22.30, So bis 19.30), Tickets unter www.panikcity.de

Den Hafen erleben

Das Herz Hamburgs schlägt im Hafen. Doch während viele Abläufe und Geheimnisse den meisten verborgen bleiben, bietet das „Discovery Dock“ seinen Besuchern die Möglichkeit, von der realen Hafenkante per Virtueller Realität (VR) in eine Erlebniswelt einzutauchen und zu einer Entdeckungstour durch das Herz der Stadt zu starten.

Viele Stationen auf der 50-minütigen Tour sind interaktiv und lassen den Besucher selbst Aufgaben spielerisch lösen. Dabei werden Wissensdurstige zu Zollfahndern, Kranführern und Dockarbeitern. Erfahrungen mit VR-Brillen oder ein eigenes Gerät sind nicht nötig. Die virtuelle Tour wird von Hafen-Guides geführt, die jederzeit für Fragen zur Verfügung stehen.

– Am Kaiserkai 60, Mo-So 10 bis 19 Uhr, Tickets unter www.discovery-dock.de

Räume der Täuschungen

„Sie sehen hier Dinge, die das Gehirn einfach nicht verarbeiten kann“ – so beschreibt Geschäftsführerin Nikolina Lackovic ihr „Museum der Illusionen“ und verspricht weiter, dass Besucher „ihren Augen nicht trauen werden können“. Und das fällt nicht schwer zu glauben, wenn man sich selbst mit abgetrenntem Kopf oder beim Spaziergang an der Zimmerdecke betrachtet.

Mit 50 optischen und haptischen Täuschungen werden Besucher zum Staunen gebracht. Und dabei gilt vor allem eines: Anfassen ausdrücklich erlaubt! Damit auch die Daheimgebliebenen an ihrer Wahrnehmung zweifeln, sollten natürlich fleißig Fotos gemacht werden. Aber Achtung: Das funktioniert teilweise nur aus ganz bestimmten Winkeln …

– Lilienstraße 14-16, Mo-So 10 bis 20 Uhr, Tickets unter www.hamburg.museumderillusionen.de

Oben ein bisschen ohne

Darf es ein bisschen verruchter sein? Für viele steht ein Besuch der Hamburger Reeperbahn während eines Trips in die Hansestadt ganz weit oben auf der Wunschliste. Doch wer es nicht nur darauf abgesehen hat, nackte Haut zu sehen, sondern dabei auch noch eine anerkannte Kunstform betrachten möchte, der ist im Burlesque-Club „The Bunny Burlesque“ genau richtig.

Jeden Freitag und Sonnabend geben sich hier auch internationale Tänzerinnen die Ehre und lassen dabei stilvoll die Hüllen fallen. Dabei erzählen sie in ihren Shows kreative Kurz-Geschichten, präsentieren sich stolz und selbstbewusst, aber vor allem emanzipiert.

– Große Freiheit 27a, Fr/Sa ab 20 Uhr, Reservierungen unter www.olivia-jones.de/bunny-burlesque

Das Storchen-Date

Sie begeistern sich nicht für das wilde, schrille Treiben auf dem Kiez, sondern suchen eher nach einem Ort zum Abschalten? Hamburg bietet außer fast zwei Millionen Einwohnern auch jeder Menge wilder Tieren ein zum Teil atemberaubendes Zuhause.

Brütende Storchenpaare lassen sich über den Dächern der Stadt unter anderem in den Vier- und Marschlanden und in Kirchwerder nieder. Von März bis Juli können sie beim Brüten beobachtet werden. Mit etwas Glück können Sie in Dulsberg und im Bereich der renaturierten Tarpenbek die majestätischen Eisvögel beim Jagen erwischen. Und wer sich in der Abenddämmerung zur Außenalster begibt, der kann sogar Fledermäuse zu Gesicht bekommen.

– www.hamburg.nabu.de

Für Grusel-Fans

Fledermäuse in der Abenddämmerung sind Ihnen nicht gruselig genug? Vielleicht kann man Sie ja im „Hamburg Dungeon“ das Fürchten lehren. Zwar sorgt das Dungeon schon seit fast 20 Jahren in der Speicherstadt für Angst und Schrecken, doch immer wieder verändert sich die angsteinflößende Tour durch das alte Lagerhaus.

90 Minuten lang werden Besucher von Schauspielern durch die einzelnen Abschnitte des Grusel-Hauses gejagt und erleben dabei das brennende Hamburg von 1842, die Hinrichtung des berüchtigten Piraten Klaus Störtebeker oder können in der neuesten Show sich daran versuchen, aus dem Gefängnis Santa Fu zu entkommen.

– Kehrwieder 2, tgl. 10 bis 17 Uhr (teilweise länger), Tickets unter www.thedungeons.com/hamburg

Ab ins Kaffee-Museum

Vielen versüßt oder erleichtert er den Start in den Tag und gehört für sie daher zum Alltag, andere zelebrieren seine feinen Aromen: Kaffee! Er ist das beliebteste Getränk des Landes: Jeder Deutsche trinkt jährlich mehr als 160 Liter. In Hamburg ist dem braunen Gold sogar ein eigenes Museum gewidmet. Kein Wunder, zählt die Hansestadt doch zu den wichtigsten Umschlagplätzen europaweit für Kaffee.

Im Kaffeemuseum Burg können Koffein-Junkies nahezu alles über das Getränk erfahren. Vom Anbau über den Handel bis zur Weiterverarbeitung der Bohnen. Und auch besondere Kaffeemühlen und -service können bewundert werden. Selbstverständlich können hier aber auch verschiedene Sorten probiert und zu einem Stück Kuchen genossen werden.

– St. Annenufer 2, Di-So 10-18 Uhr, weitere Infos unter www.kaffeemuseum-burg.de

Bustour durchs Wasser

Eine Tour mit den roten Doppeldecker-Bussen durch Hamburg deckt viele Sehenswürdigkeiten der Stadt ab. Doch ein ganz entscheidender Teil Hamburgs wird dabei außen vor gelassen: die Elbe. Mit diesem Makel macht der HafenCity Riverbus kurzen Prozess. Das Amphibienfahrzeug verbindet die Vorzüge einer Bustour mit denen einer Hafenrundfahrt.

70 Minuten dauert eine Fahrt in dem abenteuerlichen Gefährt. Dabei verbringen Fahrgäste rund 30 Minuten auf der Elbe. Dabei darf ein Abstecher zur Elbphilharmonie genauso wenig fehlen wie die Passage der Elbbrücken – auf dem Wasser! Für Unterhaltung sorgt der Fahrer, der, wie bei einer Hafenrundfahrt, Erhellendes und Überraschendes zu berichten weiß.

– Brooktorkai 16, tgl. ab 10 Uhr, Tickets unter www.hafencityriverbus.de

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