„Konzerte für Hamburg“: Ab 15. Januar! Neue Elbphilharmonie-Tickets ab 6 Euro

Veröffentlicht

Ein knappes Jahr ist die Elbphilharmonie nun eröffnet, die erste Konzertsaison war ein bombastischer Erfolg, Millionen Touristen und Einheimische besuchten die Elphi-Plaza. Der Intendant des Konzerthauses, Christoph Lieben-Seutter (53), zieht nun Bilanz und verspricht: Auch in der neuen Saison bleibt die Elphi „ein Haus für alle“.

Kurz vor dem offiziellen Jubiläum zeigt sich der 53-jährige Wiener überwältigt vom Erfolg des ersten Elphi-Jahres. „Dass ein Haus so schnell von Null auf Hundert fährt, so schnell weltweit Anerkennung findet, so schnell Rekorde bricht, und vor allem Besucher wie Künstler so begeistert, dass auch alle wiederkommen wollen – das wird sich nicht so schnell wiederholen“, schwärmt Lieben-Seutter.

Dass vor allem die Hamburger ihre Meinung von der einst verhassten und verlachten Langzeit-Baustelle inzwischen revidiert haben, liegt nicht zuletzt an der Nahbarkeit der Elbphilharmonie. Die Befürchtung, das Konzerthaus bleibe einem wohlhabenden, klassikaffinen Besucherklientel vorbehalten, hat sich nicht erfüllt. Die Elphi war von Anfang an als „ein Haus für alle“ geplant, und das soll sie auch bleiben.

In der neuen Saison geht daher die Konzertreihe „Konzerte für Hamburg“ in die nächste Runde. Das Besondere: Bei den Veranstaltungen der Reihe spielt das Hausorchester, das NDR Elbphilharmonie Orchester, eine Stunde lang „Klassik zum Ausprobieren“ – für Fans und jene, die es werden wollen. Die Karten für diese Sonderkonzerte sind sagenhaft günstig, beginnend bei 6 Euro!

Die Idee hinter der Konzertreihe stammt von Chefdirigent Thomas Hengelbrock. Besonders in den ersten Wochen nach der Eröffnung habe man auf diese Weise möglichst viele Besucher in Konzerte locken wollen. Mit Erfolg: Die Karten waren in Rekordzeit vergriffen. Der Vorverkauf für die diesjährige Veranstaltungsreihe startet am 15. Januar.

Um die Ticketvergabe für Veranstaltungen mit besonders großer Nachfrage gerechter zu machen, führen die Anbieter in der neuen Saison ein zweistufiges Vergabeverfahren ein: Interessierte müssen sich zunächst auf der Website für Konzerte ihrer Wahl registrieren, danach entscheidet das Los. Für welche Veranstaltungen das Verfahren konkret gelten wird, ist noch nicht klar.

Christoph Lieben-Seutter glaubt, dass die Begeisterung für die Elbphilharmonie noch viele Jahre anhalten wird, und betont auch den gesellschaftlichen Aspekt der Kultur. „Es ist eine Phase der Unsicherheit, dafür ist Kunst ja auch da, um Antworten zu geben und die Menschen auf andere Gedanken zu bringen“, sagt der 53-Jährige und blickt voller Zuversicht auf die kommende Zeit: „Wir haben viele spannende Projekte im Köcher.“