Kriegt der Süden ’ne Elphi?: Hamburger Investor baut Luxuswohnungen in München

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Provokante Werbung in München auf dem Bauzaun des Investors Dieter Becken: „Wer ko, der ko" – „Wer kann der kann". (Bild: Helge Braatz)

Eigentlich hätte Hamburgs bekanntester Investor Dieter Becken die Elbphilharmonie bauen wollen, doch es kam anders. Derzeit errichtet Becken Luxuswohnungen in München – und provoziert mit Werbesprüchen auf dem Bauzaun, wie die dortige Abendzeitung berichtet.

„13 schmucke Häuser. Wer ko der ko!" („Wer kann, der kann") verkündet leuchtend die weiße Schrift auf dem schwarz glänzenden Edelbauzaun. „Besonders zynisch", so das Urteil der Münchner Abendzeitung zu dem selbstbewussten Werbespruch des größten privaten Bauherrn Hamburgs. 186 Luxuswohnungen und eine zweistöckige Tiefgarage sollen auf dem Münchner Nockherberg, ehemals Paulaner-Gelände, errichtet werden – mit einer bemerkenswerten Aussicht auf die Stadt. Ein weiterer Werbespruch: „Statt hinterm Deich, jetzt hoch der Isar".

Alte Mauer blockiert das Vorhaben des Hamburger Unternehmers

Problematisch ist beim Bau jedoch eine alte Mauer: Sie steht im Weg, kann aber nicht so ohne weiteres abgerissen werden, weil sie für die Statik der daran angrenzenden denkmalgeschützten Herbergshäusl von Bedeutung ist. Deswegen musste bereits ein Bauantrag im April zurückgezogen werden. 

Auch wenn der Baubeginn verschoben wurde, läuft der Vertrieb weiter, sowohl vor Ort als auch online. In Anspielung auf seine einstigen Ambitionen bei der Elbphilharmonie lässt Becken die Luxuswohnblocks an der Isar gar als „Munich's next Elphi" vermarkten – ob sich das auch auf Kostenexplosion und jahrelange Bauverzögerungen bezieht, bleibt unklar.

(ts/mp)

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