Kulturfabrik: 120 Millionen: Kampnagel soll so wichtig werden wie die Elphie

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Martin Görge (Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH), Johannes Kahrs (SPD), Amelie Deuflhard (Intendantin Kampnagel), Sabine Stenzel (Kaufmännische Direktorin Kampnagel), Dr. Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien). (Bild: Quandt)

Die Kulturfabrik Kampnagel in Barmbek: provokant, mutig, inspirierend – kaum ein Kulturort in der Hansestadt sorgt mit seinen Produktionen für soviel internationales Aufsehen wie die alten Fabrikhallen. Nun wird das „Rebellen-Theater“ aufwendig saniert. Am Donnerstag wurden die Pläne vorgestellt.

Mitte November hat der Bund beschlossen, die Sanierung Kampnagels mit bis zu 60 Millionen Euro zu unterstützen, die in gleicher Höhe von der Stadt kofinanziert werden.

Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard träumt selbstbewusst von einem „großen europäischen Produktionszentrum", das eine internationale Strahlkraft entwickeln und neben der Elbphilharmonie der zweite große Hamburger Kultur-Ort werden könnte.

Vom den Millionen sollen unter anderem zwei neue Gebäude auf dem Gelände entstehen, ein fünfstöckiger Turm für zusätzliche Proberäume und ein Haus mit temporären Künstlerwohnungen für die Gäste aus aller Welt. Außerdem sollen sich die Hallen zum Stadtteil hin öffnen und im „Festivalgarten"sollen so genannte Kreative-Oasen direkt am und auf dem Osterbekkanal realisiert werden. 

„Kampnagel ist das Zentrum für genreübergreifende, zeitgenössische Kunst in Hamburg mit internationaler Ausstrahlung. Mit der Untersützung des Bundes können wir das Kampnagel-Gelände jetzt ganz neu denken", so Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien.

Sanierung und Erweiterung umfasst mehrere Bereiche

Wann es starten soll

Das renommierte Pariser Architekturbüro Lacaton & Vassal hat die Ideen für den Um- und Ausbau der zum Teil denkmalgeschützten Gebäude der alten Kranfabrik entwickelt und dabei den Industrie-Charme immer im Blick behalten, wie Senator Brosda lobt: „Es geht nicht darum, Kampnagel so zu sanieren, dass das Ganze nicht mehr wiederzuerkennen ist."

Wann es losgehen soll, ist noch nicht klar. Nur soviel: Der Umbau soll bei laufendem Betrieb erfolgen. (nmr)

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