MOPO-Kultur-Touren: Ein Spaziergang – sieben Bauwerke zum Staunen

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Die Hamburger Speicherstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe, die Elbphilharmonie von weltberühmten Architekten entworfen. Wissen Sie? Haben Sie schon gesehen? Gut so. Es gibt allerdings noch zahlreiche weitere architektonische Sehenswürdigkeiten in der Hansestadt – und in einem Spaziergang lassen sie sich besichtigen!

Die Tour beginnt unweit des Hauptbahnhofs: Am Glockengießerwall steht die neue Kunsthalle, frisch renoviert. Einen ausführlichen Besuch im Inneren verschieben Sie aber besser auf den nächsten Tag – dafür braucht es Zeit! Von außen gibt es hier neben dem historischen Gebäude von 1869 auch das prägnante Haus der Galerie der Gegenwart vom Architekten Oswald Ungers (1996) zu sehen.

Durch die Lilien- und die Mohlenhofstraße geht es weiter durch die Innenstadt. An der Fischertwiete thront das Chilehaus aus dunklem Backstein. Der riesige Bau von 1924 ist in jeder Hinsicht beeindruckend – auch ein Blick ins schöne Treppenhaus lohnt!

Mächtig wirkt auch das neue Spiegel-Haus an der Ericusspitze. Entworfen hat den raffinierten Glasbau das dänische Architekturbüro Henning Larsen Architects. 2012 verließ der Verlag sein altes Quartier an der Brandstwiete und zog in den Neubau in der HafenCity um.

Von hier geht es quer durch das neue, auch generell architektonisch interessante Viertel weiter bis zum Marco-Polo-Tower mit seinen 17 ineinander verschränkten Stockwerken. Der Luxus-Wohnturm ist 63 Meter hoch, wurde vom Büro Behnisch aus Stuttgart entworfen. Angeblich haben Wladimir Klitschko und Helene Fischer hier Apartments – man ist hier aber sehr diskret.

Auf dem Weg zur nächsten Station liegt am Großen Grasbrook 9 übrigens das kleine Restaurant „Hafenhunger“, in dem man sich eine Stärkung gönnen könnte.

Nun folgt eine ordentliche Laufstrecke in Richtung Neustadt – durch die Speicherstadt und über die Michelwiese. Wer es bequemer mag, kann ab der Haltestelle „Elbphilharmonie“ mit der Fähre 72 zu den Landungsbrücken fahren und durch die Ditmar-Koel-Straße gehen. Am Ziel wartet die schöne Kramer-Witwenwohnung in den Krameramtsstuben von ca. 1620 (Krayenkamp 10), ein Gebäudekomplex, wie er einst typisch für Hamburg war. (Eintritt: 2,50 Euro)
Durch die Böhmkenstraße und die Helgoländer Allee geht’s nun zur Reeperbahn. Hier ragen sie bereits weithin sichtbar auf: Die „Tanzenden Türme“ von Architekt Hadi Teherani, 2012 fertiggestellt. Im 24. Stock kann bei gutem Wetter ab 12 Uhr in der „Clouds“-Bar ein kühles Getränk geschlürft werden.

Das letzte Stück Weg lässt sich entspannt am Wasser zurücklegen. Durch die Hafenstraße und am Fischmarkt entlang, bis zum „Dockland“. Auch das schnittige Gebäude in Schiffsform stammt von Teherani (2002). Auf der zugänglichen Dachterrasse kann man den Sonnenuntergang über der Elbe betrachten.

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