Neuer Reiseführer: Diesen grandiosen Hamburg-Ausblick empfiehlt die „New York Times“

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„Die Bullerei trifft ins Schwarze!“ So begeistert schwärmt der ehemalige Restaurantkritiker der „New York Times“ Frank Bruni über Tim Mälzers berühmtes Lokal. Der Journalist gibt Tipps für Eineinhalb-Tage-Trips nach Hamburg und ist ganz aus dem Häuschen, wenn es um Hamburgs Gastronomie geht – und eine Bar mit speziellem Ausblick. Seine Tipps sind Teil eines Reiseführers der„ New York Times“, in dem Städte weltweit in 36 Stunden vorgestellt werden.

Ein Amerikaner in Hamburg: Es ist kaum verwunderlich, dass gerade ein Steakhouse zu den Top-Gastro-Favoriten zählt. In der Neuauflage des Reiseführers „36 Hours World“ der New York Times (Taschen Verlag, 768 Seiten, 30 Euro) wird Hamburg vor allem kulinarisch gelobt.

Der Kritiker schwärmt von „Bar 20 up“ und „Bullerei“

Bruni empfiehlt seinen Lesern für den ersten Tag in der Elbmetropole die maritimen Köstlichkeiten auf dem Hauptdeck des knallroten Feuerschiffs am Hamburger Hafen und die stylische Cocktailbar „Le Lion“ beim Rathaus.

Am Samstagabend sollten Besucher in die Skyline Bar „20up“ mit Blick auf die Reeperbahn einkehren und den Ausblick genießen, bevor es zum eigentlichen Highlight kommt: Nicht nur das „grandiose Rind- und Schweinefleisch“ ist ausschlaggebend für Brunis Begeisterung über Mälzers „Bullerei“, sondern auch der schicke Industriestyle mit Betonwänden.

Die kreative Küche im Schanzenviertel treffe „vollkommen ins Schwarze“ und eigne sich hervorragend, um den Sonnabend ausklingen zu lassen, bevor es am Sonntagmorgen heißt: „Tschüss, Hamburg!“

Hamburg in 36 Stunden entdecken

36 Stunden um eine ganze Stadt zu erkunden, klingt nach einem hoch gesteckten Ziel. Aber der Reiseführer richtet sich eben vorrangig an Amerikaner – die haben wenig Urlaub. Da ihnen Hamburg generell eher unbekannt sei, beschreibt Bruni unsere Hansestadt als „ein Geheimnis, welches bereit ist, gelüftet zu werden.“ Kein Wunder, dass der „New York Times“ Journalist so viele Ausflugsziele wie möglich einbeziehen möchte: zehn insgesamt, sechs Besichtigungen werden allein für den Sonnabend empfohlen.

Elbphilharmonie und Reeperbahn kaum erwähnt

Trotzdem wird die Auswahl machen Hamburger wundern:  Die Elbphilharmonie wird nur in einem Satz erwähnt, die Reeperbahn sollen sich die Leser nur in sicherer Entfernung vom Dach des „20up“ ansehen. Ist die den Amerikanern oft nachgesagte Prüderie daran schuld?

Elbstrand , Stadtpark oder Fischmarkt tauchen gar nicht auf. Bruni fokussiert sich auf den Stadtkern im Zwei-Kilometer-Radius des Rathauses, etwa Michel, Miniaturwunderland und HafenCity. Wo das beste Fischbrötchen gibt, bleibt den US-Touristen also verborgen.

Das Buch mit Reisereportagen des Teams rund um Reiseredakteurin Barbara Ireland beinhaltet außerdem Tipps zu 149 weiteren Städte auf der ganzen Welt. Zuerst berichtete das Hamburger Abendblatt darüber.

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