Neujahrs-Konzert: Der Kiez macht Riesen-Party im Konzert-Tempel

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Als Zugpferd fürs Gastspiel des St. Pauli-Theaters im ausverkauften großen Saal der Elbphilharmonie zündete Ulrich Tukur mit singenden Schauspieler-Kollegen Donnerstagabend ein musikalisches Feuerwerk – gefeiert mit Riesenjubel und Standing Ovations.

Die Interpreten brachten mit ihren hervorragenden Bands Hits aus Klassik und Jazz, Swing, Soul und Pop – und das Publikum schwelgte in unterschiedlichen musikalische Welten.

Den ersten Applaus gab es für den großartigen Tim Fischer. Der Chansonnier („Die Rinnsteinprinzessin“) berührte mit „Ein Koffer spricht“, nach dem Gedicht der 1944 ermordeten Jüdin Ilse Weber. Weltstar Esther Ofarim hatte ein hebräisches Volkslied und Leonard Cohens „Bird on the Wire“ im Repertoire und prägte den Abend mit Melancholie.

Und ob Hamburgs Soulman Stefan Gwildis („Mach die Musik so laut du kannst“), Allround-Star Ulrich Tukur und die schrägen Rhythmus Boys (grandios: ihre Version des Stones-Welthits „Let’s Spend The Night Together“) oder Gustav Peter Wöhler, der eine großartige Interpretation des Simon-and-Garfunkel-Klassikers „Bridge Over Troubled Water“ brachte: Die Musiker – die alle zu Freundschaftsgagen auftraten – rissen die Besucher zu begeistertem Mitklatschen hin.

Für Thomas Collien und Ulrich Waller, die Hausherren der Traditionsbühne, ging mit der Veranstaltung ein Traum in Erfüllung: die dem St. Pauli-Theater verbundenen Künstler in diesem „wunderbaren Konzerthaus“ zu präsentieren.

Moderator des Abends war Alfons alias Emmanuel Peterfalvi. Der deutsch-französische Kabarettist beschloss das Neujahrskonzert mit einem dringlichen Appell für ein friedliches Europa und – angesichts unruhiger Zeiten – einem Lob an die Traumfabrik Theater.

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