Peinlicher Vorfall in der „Elphi”: Zuschauer flüchten aus Jazz-Konzert

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Peinlicher Vorfall in der Elbphilharmonie! Am Mittwochabend sind viele Zuschauer aus einem Jazz-Konzert des Künstlers Vijay Iyer geflüchtet. Veranstalter Karsten Jahnke zeigt sich gegenüber der MOPO entsetzt.

Noch während der bekannte Jazz-Pianist in die Tasten haute, standen etliche Besucher seines Konzertes auf und verließen den Saal. Nach einer kurzen Weile waren die Ränge nur noch halb voll.

Veranstalter Karsten Jahnke ist über den Vorgang entsetzt, bezeichnet ihn gegenüber der MOPO als „niederschmetternd”. Die Konzertbesucher waren offenbar nicht wegen der Musik gekommen, sondern um den Saal zu begutachten. Diese so genannten Saaltouristen bringen Jahnke auf die Palme. Er sagt: „Das waren keine Jazz-Fans. Lieber hätte ich das Konzert nur zur Hälfte ausverkauft, als so etwas zu erleben.“ 

Das Problem mit den Saaltouristen

Die Saaltouristen werden oft in Bussen zur Elbphilharmonie gebracht, erklärt der Konzertveranstalter. In Verbindung mit einer solchen gebuchten Bus-Reise stünden dann oftmals auch Konzertbesuche an, die Tickets seien im Pauschalpaket enthalten. Den Besuchern gehe es dann in erster Linie um das Erlebnis, die Musik sei zweitrangig. Wenn dann die Töne missfallen, ergreifen sie die Flucht – und kehren in die vor dem Konzerthaus wartenden Busse zurück.

Dennoch glaubt Veranstalter Jahnke, dass sich dieser Vorgang in Zukunft nicht mehr wiederholen wird: „Der Druck auf auf Elbphilharmonie-Tickets lässt langsam nach.“ Im Falle von Vijay Iyers Konzert hätte Jahnke aber lieber die Laeiszhalle gebucht: „Hinterher ist man immer schlauer.”

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