Queen-Konzert in Hamburg: Dieser Kanadier bringt Freddie Mercury zurück auf die Bühne

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Er singt wie Freddie Mercury: Kanadier Marc Martel vor der Kulisse des Hamburger Hafens. (Bild: Patrick Sun)

Wenn er auf der Bühne steht und singt, klingt er wie Freddie Mercury zu Lebzeiten: Marc Martel ist der stimmliche Doppelgänger des „Queen“-Frontmanns und erweckt den Ausnahmekünstler wieder zum Leben. Im Januar können sich die „Bohemian Rhapsody“-Fans von der stimmlichen Reinkarnation selbst überzeugen, wenn Martel mit seiner Tribute Show ein Stück Queen-Originalgefühl nach Hamburg bringt.

„Mittlerweile kann ich nichts mehr singen, ohne dass die Leute mir sagen, ich klinge wie Freddie Mercury“, sagt Martel selbst. Es sind große Fußstapfen, in die der 42-Jährige mit der besonderen Stimme tritt. Freddie Mercury prägte mit „Queen“ die Rockgeschichte wie kaum ein zweiter. Nach seinem Tod 1991 schien für viele klar: Eine Stimme wie die Mercurys wird es nie wieder geben.

Doch falsch gedacht. Marc Martel bringt Freddie Mercury gesanglich zurück auf die Bühne. Am 11. Januar 2020 kommt der gebürtige Kanadier mit der „One Vision of Queen“-Tribute-Show nach Hamburg in die Barclaycard Arena – und hat der Hansestadt schon im Vorfeld der Tour einen Besuch abgestattet.

Freddie-Mercury-Doppelgänger Marc Martel singt in Hamburg

„Hamburg erinnert mich sehr an meine Heimatstadt Montreal. Es fühlt sich an wie zuhause“, schwärmt Martel vor der Kulisse des Hamburger Hafens auf der Dachterrasse des Hard Rock Cafes. Mit dem E-Scooter hat er einen Tag zuvor Hamburg erkundet, durch die Stadt und am Hafen entlang. Auch die Elbphilharmonie gefällt dem Kanadier ziemlich gut.

Für Martel ist es bereits das dritte Mal in Hamburg. Vor 15 Jahren tourte er mit seiner alten Band „Downhere“ durch Europa, lange vor seiner Zeit als Freddie-Doppelgänger. „Ich habe nicht gedacht, dass es ein realistischer Traum ist, Musiker zu werden. Als ich aufgewachsen bin, kannte ich niemanden, der professioneller Musiker war“, erzählt Martel. Dabei war Musik immer seine große Liebe, sagt er.

Er stand schon mit Queen-Bandmitgliedern auf der Bühne

Der große Erfolg als zweiter Freddie Mercury kam dann, als er sich als Sänger mit einem Video des Songs „Somebody to Love“ – eine der erfolgreichsten Queen-Balladen – beim Queen-Contest für deren Tribute Show „Queen Extravaganza“ bewarb und direkt überzeugte. Seit 2011 ist Marc Martel Teil der offiziellen Show. Im Mai 2014 stand er mit den Queen-Bandmitgliedern Gitarrist Brian May und Schlagzeuger Roger Taylor in Hamburg auf der Bühne.

„Du hörst die Stimme, du schließt die Augen und du denkst es ist Freddie. Es ist schon fast unheimlich“, beschreibt Queen-Schlagzeuger Roger Taylor Martel. Freddie Mercury ist für den Sänger mittlerweile nicht nur ein wichtiger Teil seines Lebens, sondern auch ein Antrieb geworden: „Wenn ich seine Werke höre, inspiriert mich das, ein besserer Musiker zu werden“, sagt er.

Gesangspart in erfolgreichem Kinofilm „Bohemian Rhapsody“

Der Erfolg als Mercury-Stimme ist für Martels alte Bandkollegen nicht überraschend. Der Vergleich sorgte schon damals für Scherze. „Manchmal bin ich auf die Bühne gegangen und habe meinen Band-Kollegen gesagt: ‚Heute Abend werde ich nicht wie Freddie Mercury klingen! Ich werde klingen wie ich‘“, erzählt Martel. Ob das geklappt hat? Nein.

Auch in der erfolgreichen Queen-Verfilmung „Bohemian Rhapsody“, die auch in Deutschland die Kinos füllte, lieh Marc Martel dem Queen-Frontmann seine Stimme und sang seine Lieder ein. Das erste Mal hat er den Film nur mit seiner Frau und seinem Manager gesehen – der ihn bei jeder Gesangszene fragte: „Bist du das?“ Er weiß natürlich, welche Parts von ihm sind – aber welche genau, will er nicht verraten, das bleibt sein Geheimnis.

Queen Tribute Show in Hamburg: Fast wie das Original

Was die Queen-Fans bei der Show in Hamburg erwarten können? Das volle Programm Queen, alle Emotionen. Triumph, Party, Traurigkeit, Liebe, Verlust. Ein Tribut an Queen, ihre Lieder, ihre Arbeit, ihr Leben. Aber Martel stellt auch klar: „Erwartet nicht, Leute zu sehen, die versuchen, Queen zu sein. Denn wir sind nicht Queen. Wir bleiben wir selbst.“ 

„One Vision of Queen feat. Marc Martel“, Barclaycard Arena, Sonnabend, 11. Januar, 20 Uhr, 49 Euro.

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