Reeperbahn Festival 2019: Auf dem Kiez spielt die Musik!

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The Subways treten am Samstag in der Großen Freiheit 36 auf. (Bild: Joy Dana/hfr)

Ab Mittwoch ist es wieder Zeit für ganz viel Musikliebe auf dem Kiez: An vier Tagen sind mehr als 50.000 Nerds und Branchen-Menschen aus aller Welt beim Reeperbahn Festival unterwegs.

Eine gern erwähnte Hausnummer: Schon Ed Sheeran spielte 2011 auf dem Reeperbahn Festival, als ihn noch keiner kannte. Es liegt im Sinne des Club-Festivals, sich als Besucher treiben zu lassen, hängen zu bleiben und nicht alles zu schaffen, was man sich vorgenommen hat.

Dennoch pickt die MOPO hier ein paar musikalische Sahnehäubchen heraus. Und wer weiß, vielleicht ist beim diesjährigen 14. Reeperbahn Festival der nächste Superstar dabei?

Reeperbahn Festival 2019: Das sind die Highlights

Die aus Brighton stammende Celeste kann man locker als DEN aufstrebenden Soul-Star bezeichnen. Deswegen ist sie auch für den Reeperbahn-Festival-eigenen Musikpreis "Anchor" nominiert. Sie und ihre Wahnsinns-Stimme kann man bei der Verleihung (21.9., 17 Uhr, St. Pauli-Theater), aber auch im Imperial-Theater (19.9., 23.15 Uhr) und im Mojo-Club (20.9., 21.50 Uhr) live erleben.

In Sachen Rap sollte man Bugus aus Atlanta nicht verpassen. Sein Song "Free Bird" verspricht tatsächlich vogelfreie Leichtigkeit (in der Nacht vom 19. auf den 20.9., 0.10 Uhr, Prinzenbar). Im Deutschrap kommt man nicht an Apache 207 vorbei – mit seinem obskuren Style stürmt er Streaming-Plattformen und Charts (21.9., 21.40 Uhr, Gruenspan). Und die in Wien lebende Deutsch-Türkin Ebow bedient mit ihren äußerst plietschen Texten mit Sicherheit keines der typischen Rap-Klischees (20.9, 21.25 Uhr, Spielbude; 21.9., 22.45 Uhr, Moondoo).

Reeperbahn Festival: Diese Indie-Acts sollte man nicht verpassen

Indie ist so was wie das Signature-Genre des Festivals. Hier sollte man den Auftritt von Leoniden nicht verpassen, die ihrem Dasein als Kieler Schulband längst mit energiegeladener Euphorie entwachsen sind (18.9., 23 Uhr, Docks). Auch die hoffnungsvolle Melancholie der Schotten We Were Promised Jetpacks ist einen Stopp im Club wert (20.9., 22.50 Uhr, Uebel & Gefährlich).

Wer auch mal Lyrics mitgrölen will, kann das getrost bei "B.H.S." von Sleaford Mods (18.9., 21 Uhr, Docks) oder "Rock & Roll Queen" von The Subways (21.9., 23.20 Uhr, Große Freiheit 36) tun.

Spannend wird sicher auch der Country-Abend im Thomas Read – am Mittwoch ab 20 Uhr fühlt man sich dort wie in einem Live-Club direkt in Nashville.

Reeperbahn Festival: Konzerte in der Elbphilharmonie

Das Kiezfestival klotzt auch mit zwei musikalischen Uraufführungen in der Elbphilharmonie – auch wenn die natürlich nicht auf dem Kiez liegt! Am Freitag (20.9., 20.30 Uhr) tut sich die begnadete schwedische Singer/Songwriterin Anna Ternheim mit dem Kaiser Quartett zusammen, um alte und neue Songs (kein Zufall: ihr neues Album "A Space For Lost Time" erscheint am selben Tag) im Großen Saal zu performen.

Auch das verträumt-experimentelle Pop-Trio Efterklang entert den berühmten Konzertsaal, um sein siebtes Album "Altid Sammen" vorzustellen (21.9., 22.30 Uhr). Dafür krallen sich die drei Dänen das belgische Ensemble B.O.X. und Leute vom Elphi-Reinigungspersonal, die sie als Chor (!!!) unterstützen. Sie wollen damit allen im Hintergrund agierenden Menschen Respekt zollen. Starker Move!

Natürlich sind die Elphi-Konzerte stark begehrt, weswegen man sich im Vorfeld um eine Reservierung kümmern musste. Viel Spaß allen Glücklichen, die für diese Weltpremieren Tickets ergattert haben – alle anderen finden beste Unterhaltung auf dem Kiez! 

>> Mehr Highlights: Hamburger Indie-Pop-Star verrät ihre Geheimtipps fürs Reeperbahn Festival!

Reeperbahn-Festival: 18.-21.9., Tagestickets 39-59 Euro, Festivaltickets 85-105 Euro, Tel. 413 22 60

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