Runde um die Elbphilharmonie: Werden diese schlichten Kähne Weltkulturerbe?

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Diese unspektakulären weißen Boote sollen zum Weltkulturerbe werden? Völlig richtig! Die Börteboote, die normalerweise vor der Nordseeinsel Helgoland zum Einsatz kommen, sind im Moment auf dem Weg nach Berlin, wo sie für ihre Anerkennung als Unesco-Weltkulturerbe werben wollen. Am Freitag waren sie in Hamburg, drehten eine Runde um die Elbphilharmonie.

Eigentlich kommen die Holzkähne vor Helgoland zum Einsatz. Früher gab es dort nämlich keinen Hafen, in dem die großen Schiffe anlegen konnten. Mittlerweile können die Seebäderschiffe mit ihren Tageskästen direkt auf der Insel an. Der Service der Börteboote, die Gäste von den Schiffen an Land überzusetzen, nutzen daher nur noch wenige.

Schwere Sicherheitsbedenken

Von ehemals über 20 Booten sind nur noch elf im Einsatz. Obwohl nie etwas passiert sei, habe es zuletzt schwere Sicherheitsbedenken gegeben, so Tourismusdirektor Lars Johannson. Als Neubau bekomme ein Börteboot deswegen keine Zulassung mehr. Für die Boote, die noch im Einsatz sind, gelte jedoch der Bestandsschutz.

Ihre Tour soll am 3. Oktober auf der Spree in Berlin enden. Vor dem dortigen Kanzleramt wollen die Helgoländer dafür werben, dass ihre Kähne als Weltkulturerbe anerkannt werden.

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