Schlepperballett, Segelschiffe, Ozeanriesen: So schön wird der Hafengeburtstag

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Happy Birthday Hafen: Am Wochenende wird an der Elbmeile zwischen Elphi und Museumshafen Övelgönne wieder ordentlich gefeiert. Der Hamburger Hafen wird 830 Jahre alt! Rund 300 schwimmende Gäste werden erwartet. An Land könnten es mehr als eine Million Besucher werden.

„Wer von Ihnen kann mir sagen, wo Okzitanien liegt?“, fragte Michael Wendt am Montag bei der Vorstellung des Hafengeburtstags-Programms und sorgte damit für Verlegenheit. Schließlich ist Okzitanien in diesem Jahr Länderpartner der Riesensause an der Elbe. Schnell lieferte der Beauftragte für die Länderpartnerschaften die Lösung für das Rätsel. „Okzitanien ist 2016 durch den Zusammenschluss der französischen Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées entstanden“, so Wendt. Mit 5,7 Millionen Einwohnern sei es die fünftgrößte Region Frankreichs.

Schlemmen wie Gott in Frankreich

Für die Hafengeburtstagsbesucher bedeutet das: Auf der Kehrwiederspitze wird Cassoulet mit Schwein in Salzkruste geboten. Außerdem herrlichster Käse und Wein. Wer sich dann noch nicht wie Gott in Frankreich fühlt, kann zur Kugel greifen und Boule spielen.

Da Okzitanien eher eine Bergregion ist und es an Hafenstädten mangelt, kommt der Stargast des Hafengeburtstags aus Nordfrankreich: Der Öko-Katamaran „Energy Observer“ hat seinen Heimathafen in Saint-Malo. „Das Schiff ist etwas ganz besonderes“, erklärte Hafenkapitän Jörg Pollmann. „Es fährt nur mit Sonne, Wind und Wasserstoff!“

Die „Mir“ hat einen Motorschaden

Bei der großen Einlaufparade ist das High-Tech-Boot allerdings nicht dabei. Und auch ein anderer Stammgast, der sonst vorneweg dabei ist, fehlt diesmal beim großen Entrée: die „Mir“. Das russische Segelschulschiff hat einen Schaden an der Hauptmaschine und verstößt damit gegen die Sicherheitsvorschriften bei der Parade, erklärte Pollmann. An den Landungsbrücken ist die „Mir“ dennoch wie immer für Besucher offen.

Angeführt wird die Einlaufparade von der „Branddirektor Westphal“ – laut Pollmann das „modernste Feuerlöschboot in ganz Europa“. Außerdem dabei: die „Seedov“, die „Kruzenshtern“, die „Alexander von Humboldt“, zahlreiche Traditionssegler sowie Einsatzboote von Zoll, Polizei und Bundeswehr.

Viel zu sehen für Kreuzfahrt-Fans

Und auch Kreuzfahrt-Fans kommen nicht zu kurz. Gleich vier AIDA-Schiffe beehren den Hafen mit ihrer Präsenz. Am Freitag kommen die „AidaLuna“ und „AidaVita“. Am Sonnabend die „AidaPerla“ und am Sonntag die „AidaSol“. Die Rostocker Reederei der Kussmund-Flotte zaubert auch am Sonnabend um 22.30 Uhr das große Hafengeburtstags-Feuerwerk an den Hamburger Nachthimmel.

Klassik live vor der Elphi

Musikalisch reicht die Bandbreite auf den zwölf Bühnen von Jazz, über Rock und Pop oder Shanty-Chören bis hin zu Jazz und sogar Klassik. Am Sonnabend ab 20 Uhr wird das Konzert von Anne Sophie Mutter in der Elbphilharmonie live auf einer Leindwand davor übertragen.

Kinder kommen auf der Michelwiese auf ihre Kosten. Dort gehen die „Hafenpiraten“ mit den Kleinsten auf Schatzsuche. Es gibt Bastel-Aktionen und ein hochwertiges pädagogisches Angebot, damit die Eltern zwischendurch auch mal entspannen können.

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