Senatorin Kisseler: Hamburg trauert um „Anwältin der Kultur“

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Hamburg trägt Trauer: Wie Bürgermeister Olaf Scholz am Montag verkündete, ist die Kultursenatorin Barbara Kisseler im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Scholz würdigte sie als „Anwältin der Kultur“.

Kisseler hatte sich bereits seit Mitte April von ihren Amtsgeschäften zurückgezogen, versuchte den Kampf gegen die Krankheit zu gewinnen – vergeblich. Am Freitagnachmittag starb sie.

Scholz: „Unsere Kultursenatorin hat bis zum Schluss dafür gekämpft, sich schon bald wieder mit voller Kraft für diese Stadt und ihre Kultur einsetzen zu können. Auch ich habe gehofft, dass sie diesen Kampf gewinnen wird. Dass es nun anders gekommen ist, macht nicht nur mich persönlich, sondern uns alle im Senat sehr traurig. Wir sind in Gedanken bei ihrem Mann und ihrer Familie.“

Bevor Kisseler 2011 den Posten in Hamburg übernahm, war die Parteilose Chefin der Berliner Senatskanzlei unter Klaus Wowereit. Der damals 61-Jährigen eilte ein exzellenter Ruf als Kulturexpertin voraus. Ihre Berufung in Hamburg galt als Coup des Bürgermeisters.

Kisseler, die in Hamburg selten groß in der Öffentlichkeit stand, war parteiübergreifend anerkannt, wurde in der Kulturszene geschätzt. Scholz: „Wie gerne hätten wir im nächsten Jahr gemeinsam erst die Elbphilharmonie und dann das Festival ‚Theater der Welt‘ eröffnet. Barbara Kisseler hat sich um unsere Stadt und unser Land verdient gemacht.“

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