„Star Wars“ in der Elbphilharmonie: Der Dirigent mit dem Jedi im Herzen

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Statt in martialischer Weltraum-Rüstung springt Krzysztof Urbanski dann doch im schwarzen Anzug ans Pult der Elbphilharmonie: Schwungvoller Einsatz – und schon ertönt die spätromantisch aufpolierte Fanfare, sehen wir von unserem inneren Auge die „Stars Wars“-Protagonisten aufmarschieren.

„Ich wäre hundertprozentig ein Jedi Ritter geworden“, hatte der Dirigent vor seinem großen Auftritt bekundet – und dass der Pole die Weltraum-Saga liebt, wird auch mit Taktstock statt Schwert ziemlich schnell deutlich.

Souverän und präzise setzt er die von ihm selbst zusammengestellte Suite aus John Williams Filmmusik um, famos lassen die NDR Elbphilharmoniker die Waffen klirren, wissen trotz manch gefühlsreicher Breitseite die Klänge mit Esprit und Knalleffekten zu nehmen. Zuvor hatten sich Orchester und Weltraum-Missionar in die Umlaufbahn von Holsts „Planeten“-Suite begeben und seine narkotisierenden Klangwogen ausgekostet.

Ein musikalischer Zauber von bisweilen kosmischer Größe, der in der besonderen akustischen Umlaufbahn des Elbphilharmonie-Saals seine Wirkung so richtig entfalten konnte.  

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