Von Beust feiert sich für die Elphi: Kommentar: Dass dem das nicht peinlich ist!

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Eines vorweg: Wären von Anfang an realistische Kosten kommuniziert worden – die Elbphilharmonie wäre nie gebaut worden. Und das wäre ein Jammer. Denn jetzt, da sie da steht, gibt es wohl niemanden mit Herz für diese Stadt, den sie nicht begeistert.

Und egal wie teuer sie war: Sie wird sich rentieren. Im Laufe der Jahrzehnte. Und trotzdem macht  die Dreistigkeit sprachlos, mit der sich Ole von Beust, der entschieden hat, sie bauen zu lassen, nun in Pose wirft, um sich feiern zu lassen. Denn in jedem Fall hat er die Planung damals auf grob fahrlässige Art aus dem Ruder laufen lassen – und so Hunderte Millionen Steuergelder verpulvert.

Und manches spricht dafür, dass er die lächerlichen ersten Zahlen wider besseres Wissen zum Besten gegeben haben könnte – und dann hätte er  die Hamburger, seine Wähler, sogar angelogen. Jetzt also posiert er vor dem Prachtbau für die Fotografen, ein bisschen nachdenklich, klar. Und erklärt sinngemäß: Mhm, war alles nicht optimal, aber Schwamm drüber, ich freue mich auf meine Einladung zur Premiere. 

Nach diesem Auftritt wär’s ein gutes Signal, ihm stattdessen die TV-Übertragung ans Herz zu legen. Denn, nein, der Zweck heiligt nicht alle Mittel!

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