Wie beim „Alten Schweden“: Jetzt brechen goldene Zeiten in Hamburg an

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Hamburg im Goldrausch! Unbekannte haben den Findling am Övelgönner Elbstrand illegal besprüht, das XXL-Goldnugget ist ein beliebtes Fotomotiv geworden (wir berichteten). Anlass für die MOPO, goldene Zeiten in Hamburg anbrechen zu lassen – zumindest auf dem Papier.

Was für ein Anblick: Majestätisch trohnt das goldene Bismarck-Denkmal über der Stadt und sorgt vor den grauen Häusern für einen Farbklecks. Der Fernsehturm in Gold sieht aus wie von der Sonne besonders innig geküsst. Und die Elbphilharmonie erst! Sie wirkt jetzt noch majestätischer. Das geschwungene Dach erinnert an ein güldenes Krönchen.

Aber natürlich haben diese Hamburger Hingucker keinen neuen Anstrich bekommen. MOPO-Fotograf Florian Quandt, ein Mann mit goldenem Händchen, hat per Photoshop für die glänzenden Auftritte gesorgt.

Spaziergänger hatten am Dienstag den steinernen „Alten Schweden“ in seinem neuen Gewand entdeckt. Seitdem wird diskutiert: Ist das Kunst – oder Schmiererei? Die Polizei hat Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Auch die Hafenbehörde HPA ist nicht begeistert.

Dagegen finden viele Hamburger den Goldklumpen grandios. Eine Anwältin (33) aus Altona hat jetzt sogar eine Online-Petition gestartet, um die Behörden vom Erhalt der Farbe zu überzeugen.

Aber vielleicht kommt allen Gold-Fans nun der Regen in die Quere. Am Freitag war ein Teil der Farbe bereits abgewaschen. Das Steingrau schimmert oben schon wieder durch. „Dies ist vermutlich auf die Witterung zurückzuführen und auf die Spezialimprägnierung, die vor zwei Jahren aufgetragen wurde, um Graffiti leichter entfernen zu können“, so HPA-Sprecherin Sinje Pangritz.

In den kommenden Tagen will die HPA mit dem Denkmalschutzamt und dem Bezirk Altona entscheiden, wie es jetzt weiter geht – oder ob die goldenen Zeiten bald wieder vorbei sind.

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