„Zeitvergeudung“: Star-Dirigent rechnet mit Elbphilharmonie ab

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Stardirigent Riccardo Muti nennt die Elbphilharmonie in einem Interview „mittelmäßig“ und streicht den Saal nun mit Pauken und Trompeten aus seinen Tourneen mit den Wiener Philharmonikern und der Chicago Symphony. Muti ist nicht der erste Klassik-Star, der sich über die Akustik in dem spektakulären Bauwerk beschwert und einen Boykott ankündigt.

„Ich trete da nicht mehr auf! Dort vergeude ich nicht meine Zeit“, so der italienische Dirigent zur „Welt“. Bereits 2017 hatte Muti nach seinem ersten Auftritt mit der Chicago Symphony den Saal als „mittelmäßig“ abqualifiziert und teilt nun im Welt-Interview mit, dass sich seine Einschätzung nicht geändert habe – obwohl die Verantwortlichen versucht hätten, ihn umzustimmen.

Eklat schon vor einigen Wochen

Der erste Künstler, der vor einigen Monaten laut über einen Elphi-Boykott nachdachte, war der Star-Tenor Jonas Kaufmann. Bei seinem Auftritt im Januar 2019 war es zu einem Eklat gekommen, als die Zuhörer scharenweise vorzeitig den Saal verließen, weil Kaufmann auf vielen der terrassenförmig angeordneten Plätzen angeblich nicht zu hören gewesen sei.

Tatsächlich gilt die Akustik in dem von Weltklasse-Akustiker Yasuhisa Toyota entworfenen Saal als herausfordernd.

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